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TraumaNetzwerk DGU

Auditierte TraumaZentren einer Region schließen sich zur optimierten Versorgung Schwerverletzter in TraumaNetzwerken zusammen. Insgesamt gibt es derzeit 53 zertifizierte TraumaNetzwerke.

 

 

 

Wesentliche Bestandteile eines Netzwerkes sind:

  • definierte Kriterien zur Aufnahme und Weiterverlegung eines Patienten vom Unfallort in ein TraumaZentrum
  • der Erhalt und die Verbesserung der flächendeckenden Versorgungsqualität von Schwerverletzten durch verbesserte Kommunikation, abgestimmte Versorgungsstandards und qualitätsgestützte Kooperation zwischen den Kliniken eines TraumaNetzwerks
  • die Steigerung der Effizienz durch Nutzung vorhandener Ressourcen innerhalb der TraumaNetzwerke
  • die Nutzung von Möglichkeiten zur Einrichtung eines Verbund-Systems zur Fort- und Weiterbildung

Einrichten TraumaNetzwerk DGU

Voraussetzung für die Einrichtung eines TraumaNetzwerk DGU ist zunächst eine eindeutige geographische bzw. regionale Zuordnung. Darüber hinaus muss jedes Netzwerk die folgenden Kriterien erfüllen:

  • mindestens ein überregionales TraumaZentrum plus 2 regionale und 3 lokale TraumaZentren
  • alternativ anstatt eines überregionalen TraumaZentrums mindestens 2 regionale und drei lokale TraumaZentren in Kooperation mit einem überregionalen Traumazentrum eines anderen TraumaNetzwerks
  • Regelungen zur strukturierten Behandlung von Patienten mit speziellen Verletzungsmustern (Rückenmarksverletzte, Schwerbrandverletzte etc.) müssen vorliegen

Die Zertifizierung eines TraumaNetzwerks und aller Kliniken erfolgt, wenn mindestens 50% aller teilnehmenden Kliniken erfolgreich auditiert wurden. Die Mindestanzahl der teilnehmenden Kliniken darf dabei nicht unterschritten werden.

Eine nachträgliche Aufnahme weiterer Kliniken in ein bereits zertifiziertes TraumaNetzwerk ist möglich. Bitte setzen Sie sich hierzu mit der AUC Netzwerke und Versorgungsstrukturen - Bereich TNW in Verbindung.