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Kooperation von Traumazentren im TNW

Als Grundlage der Zusammenarbeit im regionalen Traumanetzwerk dienen die "Vereinbarungen zur Organisation eines Traumanetzwerkes", welche als Netzwerk-Kooperationsvertrag zwischen den einzelnen Kliniken geschlossen werden.

Diese Vereinbarung beinhaltet:

  • Vereinbarungen zur Kommunikation inklusive definierter Notfallnummern
  • Vereinbarungen zur Verlegung von Patienten und Verlegungskriterien
  • Vereinbarungen zur Qualitätssicherung
  • Vereinbarungen zur ärztlichen und nichtärztlichen Fortbildung
  • Vereinbarungen zur optimierten Nutzung gemeinsamer Ressourcen
  • Vereinbarungen zur Zusammenarbeit mit anderen TNWs im Katastrophenfall

Zusätzlich zu dem oben beschriebenen Kooperationsvertrag, welcher die Basis der Organisation des Traumanetzwerkes darstellt, besteht im Rahmen der Zertifizierung für die einzelnen Kliniken die Möglichkeit, gezielt Kooperationsverträge mit anderen Kliniken zu schließen. So wird beispielsweise die neurochirurgische Versorgung häufig über Kooperationen sichergestellt. Zu beachten sind dabei immer die Vorgaben aus der aktuellsten Auflage des Weißbuchs "Schwerverletztenversorgung".

Neben der direkten Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Traumazentren, welche die Grundlage der Traumanetzwerke darstellt, ist die Erweiterung der Traumaversorgung über die Phase der Akutversorgung in der Klinik hinaus eine der großen Stärken des TraumaNetzwerk DGU®. Durch die Vernetzung nicht nur der präklinischen Versorgung, sondern auch der anschließenden Rehabilitationsbehandlung, kann eine umfassende und in jeder Phase qualitätsgesicherte Versorgung der schwerverletzten Patienten erfolgen.

Ebenso werden über Kooperationsverträge besonders spezialisierte Zentren in die Traumanetzwerke eingebunden, z.B. Zentren für Schwerbrandverletzte oder Referenzzentren für Kindertraumatologie.